Tageswanderung Küstenwanderweg In Cuxhaven (Teil 3 des Blogs)

Hallo - schön, dass Ihr wieder da seid!

 

Jetzt geht's entlang des Küstenlinie in den Ortsteil Sahlenburg und in den Wernerwald mit dem kleinen Teich "Finkenmoor".

 

Gestärkt? Dann kann's ja losgehen! ;-)

 

Schon kurz nach dem Start der Wanderung und dem Ende des mit dem Auto befahrbaren Teils des Dünenwegs gibt es eine erste sehr interessante Sehenswürdigkeit! In der flachen Landschaft fällt ein ca. 1,5 m hoher und ca. 40 m breiter Erdwall auf, der Duhner Ringwall. Anfang des 20. Jahrhunderts vermutete man, diese Anlage sei in sächsischer Zeit entstanden, ca. 6. Jahrhundert.

Bei genaueren Untersuchungen um die Jahrtausendwende stellte man jedoch überrascht fest, dass die Bauten wesentlich älter sind - etwa 3500 Jahre alt! Sie stammen also noch aus der Bronzezeit! Welche Funktion die Anlage hat, ist bis heute nicht vollständig geklärt.

 

Eigentlich möchte ich mir die Anlage gern aus der Nähe anschauen, finde aber vom Dünenweg aus keinen Zugang. Da noch ein gutes Stück an Wanderweg zu laufen ist, verzichte ich auf eine Zugangssuche und verschiebe dieses Vorhaben auf das nächste Mal.

 

Auf dem Bild ist der Wall in der Mitte zu erkennen.

Weiter geht's, immer am Wasser lang. Leider ist der Weg asphaltiert, was für's Laufen nicht ganz so schön ist. Dafür ist der Ausblick auf die Salzwiesen und das Meer einfach wunderbar!

Früher wurde hier Land gewonnen und Schafe grasten auf dem Anwachs. Er schützte bei Sturmfluten den Deich und diente als Wellenbrecher.

 

Heute ist er Teil der Ruhezone des Nationalsparks Wattenmeer, er wird nicht mehr beweidet und darf ganzjährig nicht mehr betreten werden, da er zu einem sehr wichtigen Rastplatz für zahllose Vogelarten geworden ist, u.a. für Gänse, Austernfischer und Seeschwalben.

 

Kleine Schönheiten am Wegesrand!

Das nächste Zwischenziel ist die Duhner Heide, ebenfalls seit 2001 Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. und auch Teil des Cuxhavener Naturschutzgebietes "Cuxhavener Küstenheiden". Ein ca. 2 km langer Sandweg führt mit interessanten Schautafeln zu verschiedenen Themen als Rundweg durch das Areal. Zudem gibt es eine Aussichtsplattform, von der man eine schöne Aussicht auf Heide und Wattenmeer hat.

 

Was ist das Besondere an diesem Gebiet?

 

Zum einen bietet die Heidelandschaft zusammen mit den Salzwiesen einen natürlichen Übergang vom Meer über die Salzwiesen in die erhöht gelegene Heide und die Geest. Sie liegt so hoch, dass an dieser Stelle - eine seltene Besonderheit an der Nordsee! - kein Deich benötigt wird!  Diese Erhöhung wird auch Geestkliff genannt.

 

Zum anderen wachsen hier sonst nur äußerst selten vorkommende Pflanzen, wie z.B. die Krähenbeerheide, die natürlich geschützt werden sollen.

 

Und es riecht hier einfach wunderbar nach salzigem Meer, Sand und Heide!

Man erkennt deutlich, aus welcher Richtung der Wind hier beständig weht! ;-)

Selbst jetzt nach der Blüte bietet die Heide noch ein farbenprächtiges Bild!

Lust auf ein bisschen Strand? Dann geht's jetzt weiter nach Sahlenburg!

Nach all den vielen Eindrücken ist aber nun mal wieder eine kleine Pause nötig! ;-)

 

Bis gleich, wenn Ihr mir noch in den Wernerwald folgen mögt!